Im Tausendtränenpark

Ich war im Tausendtränenpark, wo immer Tag ist und immer Nacht und immer beides zur gleichen Zeit. An keinem anderen Ort blühen so viele Blumen und nirgendwo sieht der Frieden so friedlich aus wie hier und nirgendwo seufzen die Blumen so vieltausendfach wie im Tausendtränenpark, da hundertfaches Leid der Hoffnung gegenübersteht. Eine eigene Welt mit Granit und Rhododendronbüschen, haushoch. Erde regiert und die Linden rauschen so besänftigend, dass kein Klagen nach draußen klingt; grüne Gießkannen, die Sonne durch die Tannen und Kiefern, der Frieden blinzelt genau hier, wo „Auf Wiedersehen“ gesagt und geglaubt wird. Eine Runde und so viele Namen und es brennt ein bisschen in den Augen, dann knirscht der Kies unter den Füßen auf dem Weg zurück, durch’s schmiedeeiserne Tor, zurück in die Wirklichkeit.

(© thg)

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7 Gedanken zu “Im Tausendtränenpark

  1. Doch, Mary, das isser! Ich bin nur so nachlässig mit dem Kommentieren 😦 Ich gelobe feierlich Besserung!

    (Und danke für das Zeichen. Füge ich gleich ein 😉 )

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