13 again

Hach, remember the times! Im zarten Alter von 13 Jahren bekam ich damals einen Brief: Ob ich nicht vielleicht in diesem Orchester mitspielen möchte und so. Rezension des letzten Konzertes, kurze Vorstellung des nächsten Projektes und der Kleiderordnung lagen bei. Und ich? Ich hab erstmal große Augen gemacht und Herzklopfen bekommen. Hatte ja noch nie was davon gehört!

Kurze Zeit später, mittlerweile war ich immerhin schon stolze 14, also meine allererste Projektphase. Und sie war genau so, wie man sich das als 14jährige wünscht: Wie Klassenfahrt plus ältere Schüler ohne Lehrer dafür mit Musik. Wer wünscht sich sowas nicht? War ich aufgeregt davor! Ich kann mich erinnern, Zettel gemacht zu haben: Was muss mit? Was darf ich auf keinen Fall vergessen? Handtuch, Zahnbürste, Badeschläppchen. Und dann folgte eine deteilgenaue Auflistung aller T-Shirts, Hosen und sonstiger mitnahmebeabsichtigter Kleidungsstücke, schließlich ist Außenwirkung für eine 14jährige (selbst für mich damals!) ein großes Thema. Und für alle Eventualitäten muss man vorbereitet sein!

Und so ging das jahrelang: Für Projekte wurde gepackt, als gäbe es kein Morgen. Vollgehäuft mit Instrumentenkoffern und Reisetasche sah ich sicherlich jedes mal aus, als würde ich nach Schweden auswandern – nicht, als wäre ich eine Woche im Erzgebirge. Zu diesem einen Orchester kamen weitere, zu diesem einen Projekt kamen andere, und selbst ein Wochenendprojekt war eine mittlere Wohnungsausräumung. Da wurde vorher beratschlagt, wer was mitbringt, nur um dann trotzdem wieder in einem 3-Mann-Zimmer 3 Haartrockner zu haben. Vielleicht fällt ja einer aus?

Und dann ist da diese schreckliche Nervosität! Meine Eltern haben insgeheim immer schon gegrinst und über mich den Kopf geschüttelt, denn so aufgeregt wie ich durch die Gegend gesprungen sein mussn grenzt es an ein Wunder, dass ich nicht gegen geschlossene Türen gerannt bin. Sicherlich haben sie sich oft gewünscht, dass das möglichst bald vorbei geht, und bei jedem neuen Projekt, zu dem ich neu aufgeregt war, haben sie die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen. Aber irgendwann wurde ja sogar ich ruhiger.

Und nun? Nun habe ich maßgeblich, neben meinem hiesigen Orchester, noch 2 Projekte. Eines, mein allerliebstes Hätschelkind, über das auf diesen Seiten schon so oft zu lesen war, was mich mit zarten 14 damals aufnahm und trotzdem nicht wieder losgelassen hat und was mir wirklich sehr am Herzen liegt – und ein anderes, welches irgendwie ein bisschen sehr web 2.0, weil komplett über das Internet ins Leben gerufen und organisiert ist. In einer Woche geht es los, und nach einjähriger Abstinenz von diesem Projekt fühle ich mich wie 13: Ich bin, man glaubt es kaum, fröhlich gespannt, rüher hätte ich hibbelig dazu gesagt, ich würde am liebsten wie damals Klamottenlisten anfertigen und meine mir noch unbekannte Zimmernachbarin fragen, wie das mit dem Haartrockner aussieht.

Was soll ich sagen? Ich bin jetzt für eine Woche wieder 13. Auch wenn ich sonst doch schon deutlich älter bin – fühlt sich gar nicht so schlecht an. Und jetzt fange ich an mit der Liste!

PS: Und wenn ich ganz guten Muts bin und wirklich gar keine Lust mehr auf Lernen, was ich nämlich eigentlich tun sollte, habe, dann stelle ich die Projekte auch noch mal vor, bevor ich dann 1,5 Wochen zu beiden entschwinde!

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5 Gedanken zu “13 again

  1. Ja, mach das mal. Gib noch mal eine Zusammenfassung. Aber vor den 1,5 Wochen.

    Deine Begeisterung macht irgendwie glücklich. 🙂

    Wortbestätigung: sopsync (Saxophone, Oboen und Posaunen sollen synchron einsetzen)

    Übrigens: Du hast mich noch gar nicht dafür gelobt. 😉

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  2. Hach, ich werd euch vermissen…

    Und ich erinner mich noch genau an die Momente, wo wir beide erfahren haben, in ein Zimmer zu kommen und sogleich per Skype geklärt haben, was denn nun alles mitkommt oder nicht. Zugegeben – wir waren schon etwas älter als 13. Aber schön wars trotzdem…

    Und ich freue mich auf nächstes Jahr, wenn es heißt: 4. Projektphase für mich.

    Halte mich auf dem Laufenden!

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  3. @Paul: Upsi… schon erledigt 😉 was die Zusammenfassung angeht: ich bemüh' mich 🙂

    @Finchen: Üch wörd düch vörmüssen 😦 Ich erinner mich auch noch gern dran… das waren noch Zeiten! 😀

    @rebhuhn: Dankedanke 🙂

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  4. Uuund? Wie war es nun für Dich? Hat sich die Aufregung gelohnt? 😉 Und hast Du Deinen Haartrockener wiedergefunden? :-)))
    War schööööön, Dich mal wieder zu sehen und „erleben“ :-))))
    Liebe Grüße vom Grütze-Bärchen Nr. 2 :o)

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