Erkennen

Dann, wenn du ganz allein mit dir bist, wirst du erkennen: Diese hässlichen Gedanken, scharfkantig und gezackt wie vom Sturm in die Bäume getürmtes Eis; Wut, verkrustet und hart wie von der Hitze getrocknetes Salz; Hass, spröde und verdorrt wie karger, unfruchtbarer Boden. Und die Fingerkuppen deiner Seele erfrieren, sterben langsam ab; und das gleißende Licht brennt die obersten Schichten ihrer Haut langsam herunter und nichts kann mehr auf fruchtbaren Boden fallen. Und du, du gehst in dich und suchst: Den Grund, den Weg, die Zukunft, die Vergangenheit, Gefühl – alles gleichzeitig, und wirst doch nur finden: Staub, Dreck, Verdorbenes.
Das wird der Moment sein, in dem du erkennst: Auch das bist du.

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3 Gedanken zu “Erkennen

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