Herbst.

Der Sommer neigt sich seinem Ende.
Was bleibt? Sein helles, blaues Hemd
in einer Ecke dieses Zimmers
Und ein Gefühl, dass sie schon kennt.

Vorbei sind laue Sommernächte,
dahin ist jedes schöne Wort.
Was er ihr sagte, war nur Gutes.
Was er nicht sagte, trieb ihn fort.

Schon zeitig wirds nun draußen dunkel.
Die Sonne spart sich ihre Kraft.
Ein Sturm zieht auf und treibt die Blätter –
Der Herbst hat es also geschafft.

Sie heult und macht noch schnell die Wäsche.
Mit seinem Hemd putzt sie das Bad.
Sie friert. Sie braucht noch eine Jacke.
Und weiß: der Herbst wird schrecklich fad.

©thg

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4 Gedanken zu “Herbst.

  1. hm… ja. ich glaube, das leben ist manchmal leider so.

    aber immerhin – sie ist nicht wehleidig. sie ist mir sympathisch, weil sie sein hemd nicht in einen schrein legt, sondern ihren gefühlen lauf lässt und ihrer wut ein bisschen luft macht.

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