Empfehlung

Für alle die, die es schon zur Europawahl unglaublich cool fanden, die Piratenpartei zu wählen – einfach weil der Name so lustig war oder das Programm, dessen erste Punkte sie sich knapp mal angelesen haben, im Ansatz gefiel oder weil sie schlicht und ergreifend einfach nicht nichts wählen wollten: Bitte lest das. Auf Spreeblick ist ein guter Artikel (mit endlosem Schwanz an Kommentaren) zu lesen, der einiges gerade rückt. Und da steht noch nicht drin, dass die Piratenpartei eine Partei ist, deren ziemlich singuläre Kompetenzen und einseitige Konzentration ja wohl kaum für eine politische Gruppierung spricht, der man ernsthaft seine Stimme geben sollte.

Dieser ganze Piratenpartei-Hype nervt mich.

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10 Gedanken zu “Empfehlung

  1. Diese Partei geht gar nicht!!! Wenn das einzigste Wahlprogramm darin besteht, sich außerhalb aller gesellschaftlichen Normen zus stellen, qualifizieren sie sich damit selber schon ab…

    Wisch und weg!

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  2. Das geht mir ähnlich, die ganze Sache nervt.
    Trotz allem muss man sagen – die deutsche „Piratenpartei“ ist doch lediglich von dem schwedischen Original abgekupfert – mit fragwürdigem Hintergrund, wie dieser Artikel deutlich macht.

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  3. @future: die politiker der partei bestimmen deren programm, gerade in leitenden positionen. das programm der partei gibt ihr ein gesicht, eine richtung, der wähler entscheidet sich für eine partei aufgrund ihrer richtung. somit ist ein politiker mit einer partei gleichzusetzen – und der wähler einer solchen partei, der sich aktiv dafür entschieden hat, zu gewissen teilen auch.

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  4. Ein Politiker „Tauss“, an dem sich viel der aktuellen Kritik fest macht, ist aber erst seit kurzen in der Partei, hat an ihren Richtlinien also nichts mitbestimmt. Das potenzielle Wähler eher mit der Partei sympathisieren, als mit den Einzelpersonen, erkennt man u.a. auch sehr gut im StudiVZ. Warum ist ein Tauss noch hinter einem Gysi, die Piratenpartei an sich aber die mit dem meisten Sympathisanten innerhalb des VZ?

    Es stimmt, die Piratenpartei hat deutliche Schwerpunkte in ihrem Konzept. Aber warum auch nicht? Wie haben denn die Grünen damals angefangen? Menschen kümmern sich nunmal primär um das, was sie gerade am meisten interessiert, und wo sie ihre Kompetenzen sehen. Dann sammeln sie sich in einer Partei, die eben auch erstmal ihren Kompetenzen und Interessengebieten folgend die Schwerpunkte legt.
    Um es ganz polemisch zu formulieren: Sollte auf einer Baustelle der Maurer auch der Maler sein?

    Die Piratenpartei ist für ihr geringes Alter weiter als die Grünen nach der gleichen Zeit. Zwar sind die anderen Themen nicht so zentral wie Datenschutz, Patent- oder Urheberrecht, aber dennoch treffen sie auch Aussagen zu Themen wie Atomaustieg, regenerative Energien und Außenpolitk. Nur weil man die nicht immer an vorderster Stelle ließt, muss das nicht heißen, dass es diese nicht gibt.

    Zu der ganzen Thiesen-Sache bleibt nur zu sagen, dass auch eine Partei wie die Piratenpartei (genau wie alle anderen Parteien, Vereine, Gemeinschaften) nunmal leider aus Individuen besteht, die nicht unfehlbar sind. Ich bin – wie viele anderen auch – dafür, ihn als Person von den Parteiämtern zu entheben. Wir werden am 16.7. sehen, was passiert.

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