Kulturelle Abendgestaltung

Heut Abend geht’s in die Oper. Allerings nicht, um eine Oper zu sehen, sondern vielmehr um der Staatskapelle im 11. Sinfoniekonzert der Saison zu lauschen. Dirigieren wird Daniel Harding, und zwar ein reines Schumann-Programm:

Ouvertüre zu «Genoveva» c-Moll op. 81
Violinkonzert d-Moll op. posth.
Sinfonie Nr. 2 C-Dur op. 61

Sehr schön, darauf freue ich mich. Eine Kollegin hat mich gefragt, ob ich mit ihr hingehen möchte – ihre Großeltern können ihr Anrecht nicht wahrnehmen. So ein Glück muss man doch haben. Glück und Kopfschmerztabletten, ich bin seit Nachmittag medikamentös ruhiggestellt. Mein Kopf fühlt sich grad an wie kaputtgehen, warum auch immer. Naja. Auf dass der Schumann, der Robert, ihm das austreibt, dem Kopf.

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6 Gedanken zu “Kulturelle Abendgestaltung

  1. Meine Mutter war gestern und sie war nicht so sehr begeistert. Die Musiker waren zwar toll, die Stücke an sich aber, besonders die Overtüre und das Violinkonzert, eher weniger.

    Mein Stiefvater meinte, Schumann wäre nur auf dem Klavier wirklich zu Hause gewesen, die meisten Orchesterwerke seien eher durchschnittlich gut.

    Ich wünsche dir aber dennoch viel Spaß, man muss sich schließlich immer selbst ein Bild vom Geschehen machen. 🙂

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  2. @mary: wargh… bitter :/ ich fühle wiederrum mit dir!

    @konrad: da haben sie recht, alle beide. wobei mir die ouvertüre noch ganz gut gefallen hat. das violinkonzert hatte an ein paar stellen noch witz, die sinfonie auch, über lange strecken sind schumannsche orchesterwerke aber einfach mal zum gedanklichen abschweifen geeignet, ums mal vorsichtig zu formulieren. da wird eben ein und der selbe musikalisch-thematische gedanke so lange verwurstet, bis man ihn wirklich ziemlich über hat.
    das violinkonzert hat da ein paar lichtblickchen, nämlich die kadenzen, und wenn man genau hinhört sind die abwechslungen zwischen den eher pompösen reinen orchesterteilen und den violinsoli mit rezitativartiger begleitung durch das orchester wirklich hübsch. aber dann kommt eben zum hundertvierten mal das thema und man denkt „och nö, robert… war grad so schön!“. nunja.

    nicht, dass es mir gar nicht gefallen hätte, aber es ist halt, wie du sagst: die musiker sind toll, der solist irre, der dirigent jung und berühmt (und ohne taktstock, dafür mit meiner meinung nach tollem und klarem dirigat), aber die stücke… da fragt man sich eben immer, wo der klavier- und kammermusik-schumann darin ist.

    @kunstfehler: siehe oben 😉 schumann ist schön, aber eben vor allem klavier- und kammermusik 😉

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  3. Ich kenne die aufgeführten Stücke ja nicht, aber dafür bin ich spätestens nach deiner Kritik damit zufrieden, seine Werke für Klavier zu kennen, von denen ich ja auch schon einige gespielt habe und ab und zu auch mal wieder herauskrame.

    Und niemals vergessen sollte man sein geniales Klavierkonzert in a-Moll. Zum Dahinschmelzen…
    Ist bei mir auch das meistgehörte Klassik-Werk im Winamp. 🙂

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  4. das klavierkonzert ist prima! da merkt man eben wie das mit dem klavier in der familie schumann-wieck so aussah.

    übrigens ist der rezensent in der dnn heut einer völlig anderen meinung als ich. nunja. soll ja auch vorkommen. wir stimmen dahingehend überein, dass sowohl der solist als auch die kapelle und der dirigent großartig sind, aber der schreiber ist offenbar ein fan von schumannschen orchesterwerken. solls ja auch geben.

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