Postcard from Aachen

Allerherzlichste Grüße aus Aachen sendet euch thg. Das Wetter ist prima, die Unterkunft hübsch, die Gesellschaft zauberhaft und die Stadt zu großen Teilen reizend.

Endlich Urlaub! Am Donnerstag in aller Herrgottsfrühe ging der Flieger nach Köln, in welchem mein ziemlich ängstliches Herzl mit mir saß. Aber alles ist gut, meine Ohren sind noch voll intakt und ich bin nicht kollabiert – gedankt sei dem großartigen Menschen, der Druckausgleichsohrenstöpsel für den Flieger erfunden hat, sonst wäre Fliegen für mich nämlich unmöglich. (Und nein, da hilft auch kein gähnen oder Kaugummi!) Nun, ich hatte einen entspannten Flug mit wunderhübscher Aussicht auf Wolken und traumhafter Sonne, die sich allerdings leider nur über den Wolken zeigte. In Köln selber war es dann nämlich leider trist und grau. Ein Nieselwetter, welches sich bestens dafür eignet, sämtliche Kirchen in der Kölner Innenstadt mal einer Besichtigung zu unterziehen. (Köln ist offensichtlich wahnsinnig katholisch, die Kirchen sind regelrecht nebeneinander gebaut.) Und ich liebe Kirchen, glaubt mir, ich könnte Stunden in ihnen verbringen. Ich habe festgestellt: Im Dom darf man fotographieren, telefonieren allerdings nicht.
Nach einer kurzen Dombesichtigung und einem Kaffee in freundlicher Gesellschaft stand eine Generalprobe des WDR Sinfonieorchesters in der Philharmonie auf dem Programm (in welcher man übrigens nicht fotographieren darf, worauf ich freundlich hingewiesen wurde). Gespielt wurde Richard Strauss‘ „Der Bürger als Edelmann“ von Satz 4 bis zum Schluss. Diese Veranstaltung nennt sich „Philharmonie Lunch“ und ist eine gute Angelegenheit – sie bietet allen Besuchern eine halbe Stunde kostenlosen Musikgenuss. Weniger schön daran: Niemand schien den Leuten mitteilen zu wollen, dass es kolossal nervt, wenn nach jedem Satz eine halbe Minute geklatscht wird.

Am späten Nachmittag dann kam C. nach einigen Verfahr-Orgien in Köln an, um mich dankenswerter Weise abzuholen. Dank des Staus auf der Rückfahrt haben wir auch noch etwas mehr etwas länger von Köln gesehen als wir eigentlich wollten.

Wenn ich meine Zeit in Aachen jetzt ähnlich chronologisch schildere wie die in Köln wird dies ein mehrbändiger Roman, daher fasse ich mich kurz und die Ereignisse zusammen: Wir haben viel gesehen. Von einer Beförderungsparty am ersten Tag über Sightseeing, einem Besuch im Studententheater über Kochaktionen, noch mehr Sightseeing und Uniführung bis hin zu einem ausgedehnten Spaziergang auf den Lousberg mit anschließendem ebenso ausgedehnten Kaffeetrinken im sich dort befindenden Drehrestaurant und einigem mehr. Langweilig wird mir jedenfalls so schnell nicht.
Etwas möchte ich allerdings noch hervorheben: Der heutige Tag begann mit einem Besuch im Uniklinikum. Das mag jetzt vielleibt befremdlich klingen, aber wenn ihr erst die Fotos (und die habe ich zahlreich gemacht, Serenaden und ihrer Kamera sei an dieser Stelle nochmal herzlichst gedankt!) davon seht, werdet ihr wissen, warum wir dort waren. Nicht umsonst schrieb ich oben die Stadt wäre „zu großen Teilen“ reizend. (Überhaupt soll nochmal jemand von Bausünden in Ostdeutschen Städten sprechen… ich kann zunehmend Gegenbeispiele aus den alten Bundesländern bringen… viele! *hüstel*)

So denn – gehabt euch wohl! Und verzeiht, dass ich nichts lese und kommentiere augenblicklich – ich bin mit urlauben beschäftigt.

PS: C sagt: Frisur ist gut. Ha!

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6 Gedanken zu “Postcard from Aachen

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