Fragen fragen

Auch ich klaue. Manchmal ohne es zuzugeben, diesmal kann ich es jedoch getrost veröffentlichen: Diesen „Fragebogen“ hab ich aus Gerhards BloggBuch – mit seiner freundlichen Genehmigung.
Ehrlich gesagt weiß ich selber noch nicht 100%ig, was ich so antworten werde… aber es ist doch immer wieder nett, wenn man sich selbst überraschen kann.

1. Würden Sie sich selbst heiraten??
Nein. Ich kann fürchterlich unausstehlich sein, ich kann streiten bis aufs Blut, ich kann egoistisch sein, gereizt, anstrengend, launisch, laut, frech, mürrisch, morgenmufflig, nervig, kuschel- und lachsüchtig, unordentlich, chaotisch, schrecklich herzlich und ziemlich unausgeglichen… Wenn ich’s mir so überlege – vielleicht doch. Ich glaube, ich würde mich heiraten. Schon weil ich mir mir so gut streiten könnte. Und lachen. Und Chaos verbreiten, blöde Sprüche reißen, Frechheiten machen…

2. Was richtet mehr Schaden an: schonungslose Aufrichtigkeit oder Unehrlichkeit?
Egal was es ist – ich schaffe es! Nein, im Ernst: Das ist sicherlich sehr situationsbezogen. Manchmal sollte man lieber die schonungslose Ehrlichkeit bleibenlassen und doch zu einer kleinen Notlüge greifen… die Mischung machts. Generell trage ich aber mein Herz ziemlich weit vorn auf der Zunge – wenn etwas unbeding gesagt werden will wird es das auch über kurz oder lang.


3. Welchen Ersatz haben Sie für den Verlust ihrer Schönheit?

Wie – Verlust?! Ich werde hier in Abgründe gestoßen, deren Tiefen sich mir vorher nicht erschlossen!
Na gut, mal überlegen… ich kann fast 10-Finger-Tastaturschreiben. Und… äh… Ach, Selbstbelobhudelung liegt mir nicht.

4. Was tun Sie als erstes in einer fremden Stadt?
Erstmal irritiert umsehen, dann zielsicher in die falsche Richtung laufen und dann jemanden nach dem Weg fragen. Ziemlich oft zumindest.

5. Sie müssen wählen: Ihr Heimatland für immer zu verlassen – oder es nie wieder verlassen zu können. Was tun sie?
Das ist eine echt harte Frage. Aus der Tiefe des Abgrundes, in welchem ich mich ohnehin schon befinde sage ich: Ich weiß es nicht. Gut, dass ich mich nicht entscheiden muss.

6. Was denken Sie: Haben sie den schönsten Tag ihres Lebens bereits hinter oder noch vor sich?
Ich bin der allerfestesten Überzeugung, dass es den „schönsten Tag des Lebens“ nicht gibt, genauso wenig wie den ultimativen Sinn des Lebens oder das absolute Glück. Es gibt viele schönste Tage des Lebens, und wer auf den Einen, Einzigen wartet, der verpasst eine Menge schönster Tage seines Lebens.
In diesem Sinne hatte ich schon einige und werde auch noch einige haben, hoffe ich.


7. Sie könnten eine Million für sich bekommen oder zehn Millionen für einen guten Zweck spenden.

Ha! Das ist die Moral-Frage! Ich habe sie entdeckt! Hier schreibt doch jeder, dass er das Geld spenden würde, egal was er denkt. Aber mal ehrlich: Wer bei dieser Frage eigentlich hadert (und das sind sicherlich in einem gewissen Rahmen alle, mich eingeschlossen) sollte mal auf eine Kinder-Krebsstation oder ähnliches gehen. Ich glaube, da fällt die Entscheidung sehr schnell.

8. Welcher Tag der Woche ist Ihnen der liebste?
Freitag. Da habe ich frei, sieht man mal vom Arbeiten ab, und das Wochenende steht bevor. Wäre der dämliche Montag nicht, würde sicherlich der Sonntag in meiner Gunst steigen und an des Freitags Stelle dort oben stehen. Sonntag ist schön, Sonntag ist, so ich nicht arbeiten muss, gemütlich.

9. Was finden Sie an sich banal?
Ich bin im Grunde elend langweilig. Immer wenn mich jemand fragt, was bei mir so los ist, sage ich „Nichts.“ oder „Eigentlich nichts“ – und es stimmt.

10. Wonach riecht ihre Kindheit?
Nach Nussbaum, frischer Luft und Beton.

11. Welches Lied würden Sie ihrem liebsten Menschen vorsingen?
Jetzt kommt die schnulzigste Antwort, die dieser Fragebogen je gesehen hat: Die Melodie meines Herzens.
Quatsch
Ich hoffe doch sehr, das mein „liebster Mensch“ eines schönen Tages ein Kind sein wird – oder auch zwei. Und denen werde ich sicherlich Schlaflieder vorsingen, wenn nicht noch mehr. Andere Lieblingsmenschen dürfen sich gern Lieder bei mir wünschen. 😉

12. Wofür würden Sie in zehn Jahren gern mehr Zeit haben?
Für die wirklich wichtigen Dinge, welche auch immer das in 10 Jahren sein werden.

13. Lachen Sie auch, wenn sie allein sind?
Natürlich! Bevorzugt über mich selber, aber generell über alles, worüber ich mich freue.

14. Haben Sie in ihrem Leben genug Liebe bekommen? Und gegeben?
Diese Frage ist albern. Das ist so ein „Ich verdiene eigentlich mehr als ich bekomme.“-Ding… Wenn ich jetzt ne Rechnung aufmachen würde und alles mal abgleiche müsste ich ja zum verbalen Rundumschlag ausholen, und sowas lohnt sich nicht, ist sinnlos, weil es keinem hilft und ändert nichts an einem Tatbestand, wie auch immer er ausfällt.

15. Wie sehen Sie sich auf alten Fotografien?
Momentan mit fürchterlichen Frisuren, Babyspeck und eigentümlicher Kleidung auf Kinderbildern, ganz viel später vermutlich mit eigentümerlicher Frisur, hoffentlich nicht fürchterlichem Kleid und ohne (eigenem) Babyspeck auf einem leicht angegilbten (Gibt es sowas in Zeiten der Digitalfotographie noch? Ich meine nicht Sepia!), weil 30 Jahre alten Hochzeitsbild.

16. Würde ihre Partnerschaft es überstehen, wenn einer von Ihnen für ein Jahr am anderen Ende der Welt leben würde?
Ich möchte es nicht ausprobieren.

17. Ist Erfolg eine Illusion?
Das ist das Gleiche wie mit dem „schönsten Tag“ – Erfolge können so unterschiedlich ausfallen. Warum nicht jeden einzelnen Erfolg genießen ohne zu hinterfragen, ob er eine Illusion ist? Schreibt ja keiner vor, wie groß so ein Erfolg zu sein hat, bevor man ihn feiern darf. Und überhaupt: Erfolg ist so subjektiv…

18. Haben sie heute schon etwas geteilt?
Ich hab mein Stimmgerät verliehen… zählt das?

19. Was wünschen Sie sich für ihr Leben?
Gesundheit, Familie (logischer Weise eine gesunde Familie!), Sicherheit, Erfüllung und immer noch Träume zu haben, die ich mir erfüllen oder auf die ich zumindest hinarbeiten kann.

20. Macht es die Tatsache, dass Sie etwas vorher noch nie getan haben, reizvoller oder weniger reizvoll, sich darauf einzulassen?
Eigentlich bin ich ein Angsthase, aber trotzdem würde ich antworten, dass es darauf ankommt – worauf ich mich einlasse, in welcher Ausgangssituation ich mich befinde und was ich mir zutraue.

So. Das wars also. Ich hab’s mir grad nochmal durchgelesen… Vor einer Woche hätte ich ihn vielleicht noch ganz anders ausgefüllt, in einer Woche sähe er vielleicht auch anders aus… Egal.

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5 Gedanken zu “Fragen fragen

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