Zweiundzwanzig

Am Donnerstag ist es also so weit: „Ein Quantum Trost“, Nummer zweiundzwanzig der Bond-Reihe läuft in den deutschen Kinos an. Viel wird im Vorfeld darüber geredet, nicht zu letzt, weil von den Dreharbeiten einiges bekannt wurde. Ein sich verletzender und völlig in seiner Tolle aufgehender Daniel Craig macht da ebenso Schlagzeilen wie eine durch vermehrten „Genuss“ bewusstseinsverändernder Stoffe – sprich völlig dichten und zu nichts zu gebrauchenden – Amy Winehouse, die sogar zu dicht ist, den Titelsong zu „Ein Quantum Trost“ zu singen.

Zur Handlung sagt die offizielle Seite bei Sony Pictures folgendes:


EIN QUANTUM TROST setzt die adrenalintreibenden Abenteuer von James Bond (DANIEL CRAIG) in CASINO ROYALE fort. Nachdem er von Vesper, der Frau, die er geliebt hat, betrogen wurde, kämpft 007 gegen das Verlangen an, seine nächste Mission zu einer persönlichen Angelegenheit zu machen. Fest entschlossen, die Wahrheit aufzudecken, verhören Bond und M (JUDI DENCH) Mr. White (JESPER CHRISTENSEN), der enthüllt, dass die Organisation des rücksichtslosen Geschäftsmannes Dominic Greene (MATHIEU AMALRIC), die Vesper erpresst hat, viel komplexer und gefährlicher ist als zunächst angenommen.

Inmitten eines Minenfeldes aus Betrug, Mord und Täuschung, verbündet sich Bond mit alten Freunden, um die Wahrheit ans Licht zu bringen. Auf der Suche nach dem Mann, der für den Verrat an Vesper verantwortlich ist, muss 007 der CIA, den Terroristen und sogar M immer einen Schritt voraus sein, um Greenes dunkle Machenschaften aufzudecken und „Quantum“ zu stoppen.

Für alle, die nicht gern lesen und lieber Videos gucken – der Trailer:

Was ich ein bisschen nervig finde ist die Tatsache, dass jetzt wohl auf einmal das Fortsetzungsfieber ausgebrochen ist – ich hoffe doch, dass sich dieser Trend nicht etabliert. Denn – auch wenn Bond Vesper wirklich gern gehabt hat… Bond macht sowas nicht. Vesper ist nicht die erste Frau, der er nahe stand und die ihr Leben, vielleicht sogar für ihn, lässt. Immerhin war er sogar schon verheiratet, bis seine Liebste von Lieblingsfeind Blofeld (oder vielmehr dessen Helferin) niedergestreckt wird. Und? Hat er sie gerächt? Nö. Er hat zwar Blofeld danach das Handwerk gelegt, das hatte allerdings weniger persönlich motivierte als MI6-verordnete Gründe.

Und nochwas, was ich vorher anmeckern möchte: Ich hab keine Lust darauf, dass ein James Bond-Film irgendwann nicht mehr ein James Bond-Film ist. Jaaaa, ich weiß, ich bin da sicherlich ein bisschen langweilig, aber ich möchte keinen Rache-motivierten Bond, der sich durch die Gegend schießt, komme, was da wolle. Ich möchte das Köpfchen Hinter den Schusswaffen zurück. Und seinen Martini darf er getrost auch noch bestellen (kommt ja wohl in diesem Film nicht vor, habe ich gehört).

Nun denn, spekulieren kann ich viel – ich werde ihn mir ansehen und dann urteilen. Wer möchte gern mitkommen?

Ach, zu guter Letzt sei noch ein Verzicht erwähnt, den man mit einem lachenden und einem weinenden Auge sehen kann: Daniel Craig tritt in diesem Streifen nicht mehr in Badehose auf. Als Grund nennt er die Tatsache, dass die Badehose aus seinem letzten Bond-Film wohl der absolute Verkaufshit war und ihm das nicht so behagte.
Leider, muss man sagen, weil der holden Damenwelt da doch einiges entgeht – aber zum Glück, weil meinen armen Augen dann der Anblick eines so schönen Mannes in einer BABYBLAUEN Badehose erspart bleibt.

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12 Gedanken zu “Zweiundzwanzig

  1. das ist kein james bond film! das wird bestimmt ein guter actionfilm – aber james bond ist mit daniel craig gestorben.kein martini, keine gadget, rohe gewalt statt köpfchen und die bereits erwähnte blinde eifersuchtsnummer – wie war das gleich mit „never change a running system“?die entscheidungen, die da getroffen wuorden, sind grund genug für mich, nicht ins kino zu gehen! ich hoffe, bond wird nicht noch lächerlicher gemacht.aber trotzdem danke für den ausführlichen eintrag 😀

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  2. ach mist, du hast ja recht. ich will auch martini, köpfchen und gadgets zurück. ich will kein geballer und sinnloses geschrote… ich mag eh keine actionfilme. es ist nicht zwingend mit daniel craig gestorben, er an sich ist ja gar nicht mal schlecht… nur mit dem letzten film eben gings weiter stark abwärts.wobei – das unsichtbare auto war auch vorher schon ein tiepunkt 😀

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  3. Dieser Film ist ein guter, zeitgemäßer Bond-Film. Denkt an die Batman-Reihe. Die wurde vom Clown-Festival zurück geholt und ist besser als je zuvor. Mit Bond ist das genau so.Deswegen nicht ins Kino zu gehen ist doch töricht. Und dann noch weil komische Gadgets fehlen – das ist doof.Toller Schauspieler, toller Regisseur, tolle Action und interessante Story. Nur der Bösewicht soll wohl zu wenig „böse“ sein. Ich bin gespannt.

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  4. Ich sage nicht, dass der Film schlecht ist – gegenteilig – es wird sicher ein guter Actionstreifen… aber es ist kein Bondfilm.Das wäre so, als ob man Batman in den neuen Teilen das ernste Gesicht, seine super schweren Fahrzeuge, seine Gadgets und die schwarze Kutte genommen hätte.Zeitgemäß gerne, aber die schon aufgezählten Dinge haben halt den Bondcharakter zu einem großen Teil beschrieben.

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  5. ich seh es so wie willi.der film muss ja nicht schlecht sein, und ich möchte ihn mir auch sicher anschauen – schon um danach besser darüber urteilen zu können. aber mir fehlen (zumindest momentan in meiner vorstellung) einfach ein paar dinge, die einen bond-film ausmachen und mit denen sich ie bisherigen bondfilme einfach von anderen action-filmen abheben. damit ist jetzt weniger der martini als mehr die köpfchen-sache gemeint.ich möchte einfach nicht, dass bondfilme zur sinnlosen baller-schlacht verkommen, weil sie dann einfach keine james bond-filme mehr sind, sondern, wie bereits oft genug erwähnt, actionfilme. die können ja gut sein, aber das steht auf einem ganz anderen blatt.zum thema bösewichte: mads mikkelsen fand‘ ich als bond-gegenspieler in „casino royale“ sehr gut. ich bin gespannt, wie der nächste bösewicht dargestellt wird.

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  6. Ihr müsst bedenken, dass die Story ein Vorgehen mit „Köpfchen“ nicht glaubwürdig machen würde. Das mag nicht so sein, wie die anderen Bond-Filme, ich finde aber, es fügt sich wundervoll ein und erklärt, wieso Bond so geworden ist, wie ihr ihn mögt (cool, eiskalt und dauernd ’ne andere Pussy am Arm). Auf die Gadgets, den Martini und den blöden „Bond, James Bond“-Mist kann ich echt verzichten. Im Grunde finde ich die Bourne-Filme eh die besseren Bond-Filme, deswegen mag ich den neuen Bond so.Die alten find ich eher skurril und manchmal gar langweilig.

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  7. aber bond ist nunmal so typisch british. und ich guck bondfilme eben wegen dem ganzen „flair“.und gute actionfilme (wie z.b. die bourne-reihe), wegen der action – da ist ja auch nichts schlechtes dran. aber wenn man versucht aus einem actionfilm einen bond film zu machen oder eben umgekehrt, dann finde ich das verkehrt. für mich stellte der letzte bondfilm schon keine weiterentwicklung sondern eine vollkommen neudefinition von bond dar (ja, ich habe ihn mehrfach geguckt) und ich fande das sterbenslangweilig, da ich keinen bond mehr gesehen habe – nur noch einen actionhelden.stell dir vor, man würde harry potter plötzlich seinen besen und seinen zauberstab wegnehmen (nicht, dass ich das schade fände…) – das wäre doch auch kein harry potter mehr.

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  8. Ich mag den neuen Bond auch sehr. Mit Brosnan konnte ich mich meistens noch anfreunden, die älteren Darsteller fand ich streckenweise auch sehr ermüdend, mal mehr und mal weniger, versteht sich.Ich freue mich sehr auf „Ein Quantum Trost“ und ich gehöre wahrscheinlich auch zu den wenigen, die den Titel richtig gut finden. Origineller als „Der Morgen stirbt nie“ oder „Die Welt ist nicht genug“ ist er allemal.Wie auch immer, in wenigen Stunden bin ich schlauer…

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  9. Ich habe gestern noch einmal „Casino Royal“ gesehen und fand ihn erneut – und trotz den hier genannten Aspekten – super geil. Es gibt durchaus Gadgets (Wanzen, Peilsender im Arm, Defibrillator im Auto, …) aber eben keinen Scheiß wie eine ‚Laser-Uhr‘ (wie in „Goldeneye“ z.B. zu sehen).Demnächst (heute oder nächste Woche oder so) schaue ich mir dann „Ein Quantum Trost“ an und werde begeistert sein.:-p

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