ich könnte…

…jemanden gebrauchen, der mich zum lernen motiviert.

warum ist es eigentlich immer wieder so? ich meine es ist ja nicht so, als kämen sie überraschend wie plötzlicher sonntagabendbesuch oder wie halsschmerzen, nein, sie stehen bereits seit langem fest und theoretisch, rein theoretisch, könnte man sich auf sie vorbereiten – prüfungen. ein ganzes semester denkt man sich, das man ja noch genug zeit hat. panik ist vollkommen unangebracht. 12 wochen hören sich so komfortabel lang an, und rinnen sie langsam dahin ist es wie am frühen morgen, wenn man auf die großen roten zahlen des weckers schaut und sich überlegt, das schlafen eigentlich viel schöner als aufstehen ist und man sich deswegen eigentlich nochmal getrost umdrehen kann. nur 3 minuten. oder 5. oder 10. oder noch zwei stunden und die erste vorlesung einfach ausfallen lassen… nein, so geht das nicht. das muss ein ende haben, das sagt man sich jedes beginnende semester aufs neue.

semesteranfangsvorsätze sind genauso überflüssig wie vorsätze zum neuen jahr, weil man sie ohnehin nicht in die tat umsetzt. am anfang hat man wenigstens noch ein schlechtes gewissen, aber je mehr man mitbekommt, das es genauso, wie man es vorher getan hat, auch noch gut geht, verschwindet sogar das. bis… bis ungefähr 3 wochen, bevor es ernst wird. huch, so schnell sind die 12 wochen wieder vergangen… semester-silvester, nur bittebitte diesmal ohne den kater hinterher… also doch wieder gute vorsätze zum neuen start, gewiss der tatsache, das man damit so seine probleme hat? es muss doch irgendwie noch einen anderen weg geben, für leute wie mich, die gute vorsätze verabscheuen, egal zu welcher jahreszeit und sich frühmorgens im bett gern nochmal für 3, 5 oder auch 10 minuten auf die andere seite drehen. nur was? was hilft? lernpläne? zeitmanagement? schlaue bücher? eingegrenzte freizeit? gewisse eigenschaften von musik machen intelligenter, haben forscher herausgefunden. naja, nicht ganz. aber sie befähigen das gehirn wenigstens zu komplexeren denkleistungen. okay, also drei mal am tag hardcore beschallung mit mozart, schließlich nennt sich das ganze der „mozart-effekt“. dazu ausgewogenes essen, geregelte schlafenszeiten (nicht mehr bis mittag!), ein lernplan und ein kästchen voller motivationssprüche. freitags darf man zur belohnung abends ausgehen, aber nicht so lang, damit man samstag morgens wieder lernen kann.

bittebitte sagt mir, das es noch anders geht. nicht, das ich etwas gegen mozart oder ausgewogenes essen habe, aber ich habe das gefühl, das dies bei mir nicht zum gewünschten erfolg, sondern eher zur absoluten frustration führt. das wäre auch ein kater, wenngleich auch anders ausgelöst.
nein, bevor ich mich so geißele drehe ich mich doch lieber weiterhin morgens auf die andere seite, spare mir alle guten vorsätze und lerne wieder zwei wochen vorher, allerfrühestens. wenigstens bin ich dann für die restlichen wochen des semesters ein bisschen glücklicher. oder nicht?

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4 Gedanken zu “ich könnte…

  1. das ist ja wie bei mir! *g haben dann offensichtlich ungefähr gleichzeitig mit dem bloggen angefangen – lustig. 🙂 hast du inzwischen eine lösung gefunden? ich pendele [verhaltenstechnisch] immer noch in richtung deines letzten absatzes…

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